† tobias, du fehlst mir mehr als alles andere.
zittrige hände tippen auf meine schulter, ich wisch mir die tränen von meinen blassen wangen. ein junge mit braunen vewuschelten haaren, riesigen augenringen um die verweinten augen, sehr bleicher haut steht vor mir, ein alter freund, mein sogenannter seelenverwandter. er fragt kleinlaut ob ich mit raus komme, eine rauchen. mein bruder ermahnt mich nicht zu rauchen, ich ignoriere ihn und gehe mit ihm.
die treppe auf der wir sitzen ist eiskalt, ich zitter am ganzen körper, sehe in den himmel und frag mich wo du bist. "da ist er nicht" sagt er traurig. ich bin etwas irritiert und schaue ihn verwirrt an. "er ist tot. unter der erde und sein herz schlägt nicht mehr. er ist nicht im himmel, da sind nur vögel und wolken, weiter nichts." - "mhm himmel hört sich aber schöner an." ich schniefe die nächsten tränen weg, ehe er näher zu mir rutscht und mir eine kippe reicht. ich nehm sie dankend an, mach sie an und ziehe dran. merke dann das weinen und rauchen keine gute mischung ist und huste wie verrückt. "es tut mir leid, wirklich. verzeih mir, bitte." er versucht mich anzusehen, aber ich sehe weg. zu groß ist der schmerz, zu groß war die enttäuschung. "du bist zu sturr" ich muss lachen, ein lachen voller ironie. worüber lache ich da grade ? als ich drüber nachdenke muss ich nur noch mehr weinen. "ich bin so dumm." bringe ich raus. er nimmt mich in den arm. ein geruch von rauch, alkohol und einem männer parfum steigt mir die nase. ich fühl mich wohl, geborgen, nicht so allein. lass mich nie mehr los, bitte.

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